Wahlarzt PDF Drucken E-Mail

Wahlärzte sind Ärzte ohne Kassenvertrag. Sie können daher ihre Leistungen nicht direkt mit der Krankenkasse abrechnen.

Das Honorar für die ärztliche Behandlung wird vorerst vom Patienten beglichen, der dann die Honorarnote  bei seiner Versicherung  einreichen kann. Die Höhe der Rückvergütung ist abhängig von der jeweiligen Sozialversicherung. Grundsätzlich besteht Anspruch auf  80 % des Betrages, den ein Kassenarzt für dieselbe Leistung erhält (entspricht nicht 80% des Wahlarzthonorars!)

Die jährliche Vorsorgeuntersuchung ist hingegen kostenfrei.

Der große Vorteil der Wahlärzte ist der Faktor Zeit. Dies ermöglicht eine individuelle Betreuung, eine ausführliche Beratung und das Eingehen auf alle Fragen der Patienten. Die Krankenkassen honorieren vor allem „Leistungen“ (z.B. Injektionen, EKG, usw.), nicht jedoch die Zeit, in der sich ein Arzt mit dem Patienten befasst.

Ärzte mit Kassenvertrag sind daher gezwungen, Leistungen (im Sinn des Leistungskatalogs der Krankenkassen) zu erbringen und mit der zur Verfügung stehenden Zeit streng zu haushalten.

Viele Wahlärzte sehen in ihrem Honorar viel mehr die Honorierung des Faktors „Zeit“ als eine Bezahlung von Einzelleistungen. Dies ist zugleich die große Stärke dieser Ärztegruppe.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 22. März 2010 um 13:18 Uhr